Antidepressiva in der Tumorschmerztherapie
Dieser Artikel erschien in Anästhesie aktuell Antidepressiva können Sie in der Tumorschmerztherapie fast ausschließlich zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen mit Brennschmerzkomponente einsetzen.
Indikationen sind:
- Schädigung peripherer oder zentraler Nerven bei Nerveninfiltration oder -kompression,
- Polyneuropathie nach Chemotherapie, Strahlenbehandlung oder operativen Nervenläsionen.
Den Einsatz von Antidepressiva müssen Sie mit den Patienten sehr ausführlich besprechen, denn ohne Aufklärungsarbeit geht viel Vertrauen in die therapeutische Kompetenz des Arztes verloren, da die Patienten die Indikation des Antidepressivums häufig falsch interpretieren.
Übersicht: Antidepressiva | ||
Name | Dosis | Nebenwirkungen |
Amitriptylin (Saroten®, Amineurin®, Syneudon®) | 10–75 mg | Müdigkeit, Mundtrockenheit, Obstipation |
Doxepin (Aponal®, Doneurin®, Mareen®) | 5–10 mg | Gewichtszunahme, Schwindel, Harnverhalt |
Duloxetin (Cymbalta®, Ariclaim®, YENTREVE®) | 30–60 mg | Herzrhythmusstörungen |
Mirtazapin (Mirtazapin®, Remergil®) | 7,5–30 mg | Herzrhythmusstörungen |
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